Seniorenkreis Friedrichshafen

Nächste Veranstaltungen:

Institut für Mikrosystemtechnik

Villingen-Schwenningen

Mi, 28. Sep. 2022

Anreise: Bus Kretzer
IMIT, Villingen Schwenningen 46 Pmax
Institut für Mikrosystemtechnik (IMIT) der Hahn Schickard Gesellschaft
Uhrenindustrie-Museum, Villingen Schwenningen
Triberger Wasserfälle
Org.: Thomas Sommer

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EBZ SYSTEC GMBH

Ravensburg

Do, 13. Okt. 2022

Anreise: PKW
EBZ SYSTEC GMBH, Ravensburg 48 Pmax
Werkzeug- und Anlagenbau. Mechan. Formbearbeitung, Montage, Qualitätssicherung.
Org.: Thomas Oberländer

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Airbus D&S

Immenstaad

Mi, 9. Nov. 2022

Anreise: PKW
AIRBUS D&S, Immenstaad 48 Pmax
Org.: Walter Schwarzott

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Jahresausklang

Friedrichshafen

Di, 13. Dez. 2022

Anreise: PKW
Jahresausklang VDI Seniorenkreis Friedrichshafen
Versammlungslokal VFB-Restaurant am Stadion
Teuringer Straße 2, 88045 Friedrichshafen
Org.: Dr.T. Oberländer

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Das Jahresprogramm in gewohnter Form finden Sie weiterhin:

Webseite: http://www.vdi-sen-fn.de/

 

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Letzte Veranstaltungen:

Erfindungen, die die Welt veränderten

So lässt sich die Exkursion betiteln, die die VDI-Senioren Friedrichshafen zwischen dem 29. August und dem 2. September d.J. absolvierten, 38 Teilnehmer füllten den Bus. Besucht wurde das Bundesland Sachsen-Anhalt. Einige Erfindungen haben tatsächlich von dort aus die Welt etwas verändert bzw. dem Fortschritt gedient.
Die Anreise zum guten Hotel Radisson in Dessau wurde bei ZF im Schweinfurt unterbrochen. Hier arbeiten gegenwärtig 9000 ZFler auf dem Gelände der früher weltbekannten Firma Fichtel & Sachs. Die Gruppe besuchte das ZF-Sachs-Museum mit interessanten Exponaten. Gegründet wurde die Kugellagerfabrik F & S 1895 vom Inhaber Ernst Sachs, der 1895 die Fahrrad-Freilaufnabe erfand, deren Vorzüge schnell alle Radfahrer erkannten. 1903 kam die Rücktrittbremse dazu, die Gangschaltung wurde aber in Japan konstruiert. Als Torpedo-Freilauf wurde das Teil ab 1903 weltbekannt. Dr. Daniel Schmitz führte uns durch die Ausstellung und sprach auch über die 2011 durchgeführte Aufarbeitung der Geschichte, die durch Zwangsarbeit während des 2 Weltkriegs und starke Zerstörung durch Luftangriffe gekennzeichnet war. 1990 wurde das erste E-Bike konstruiert, dem aber noch kein Erfolg beschieden war. Auch wurde später ein Kleinwagen, ähnlich dem Smart, unter großer Geheimhaltung mit Porsche entwickelt. Einen Prototyp hatten Mitarbeiter versteckt, nachdem alle Entwicklungen wegen Konkurrenzdruck seitens Mercedes schlagartig abgebrochen wurden. Das Fahrzeug wurde später durch Zufall beim Abriss eines Gebäudeflügels entdeckt.
Den folgenden Tag widmeten wir Dessau. Gestartet zu einer Stadtrundfahrt, folgte der Besuch im Museum „Hugo Junkers“. Es wird von einer Gruppe Ehrenamtlicher betrieben, die sich zur Aufgabe gemacht hatten, eine JU 13 zu rekonstruieren, was auch gelang. Hugo Junkers war ein tatendurstiger Ingenieur. Reich wurde er mit der Erfindung von Warmwassererzeugern durch Stadtgas, nachdem er dessen Heizwert ermittelt hatte.
Die „Junkerstherme“ war für Jahrzehnte die Standardausstattung der Badezimmer. Verschiedene Exemplare hat das Museum ausgestellt. 1932 verkaufte Junkers die Warmwassererzeuger an die Bosch GmbH. Bosch Thermotechnik ist noch heute mit einem umfassenden Produktprogramm auf diesem Gebiet tätig. Vor dem Museum waren verrostete MIG-Kampfflugzeuge zu besichtigen. Innen aber glänzte eine originale JU 52.  Ergänzt wurde die Ausstellung durch ältere Flugmotoren, und andere Maschinenbauerzeugnisse der Vorkriegszeit. Die Junkers Flugzeuge waren die ersten Ganzmetall-Flugzeuge. Sie haben die Welt verändert.
Am Ufer der Elbe wurde dann in einem netten Restaurant, dem 1929 im Bauhausstil erbauten Kornhaus, die Mittagspause eingelegt. So gestärkt folgte als weiterer Höhepunkt die Führung durch das „Bauhaus“. Es war beeindruckend, wie nach dem 1. Weltkrieg ideenreiche Architekten (Walter Gropius, Mies van der Rohe) mit anderen Fachleuten einen sachlichen, nüchternen Baustil und die Inneneinrichtungen der Häuser bis hin zu Gebrauchsgegenständen, also Mobiliar und Geschirr, so zu gestalteten, dass sie bis heute aktuell geblieben sind. Etliche später erfolgreiche Studenten hatten dort ihre Ausbildung erhalten.
Am 3. Tag ging es nach Halle, einer lebendigen mittelgroßen Stadt. Gestartet wurde zu einer Stadtbesichtigung von 90 Minuten per pedes am Hallmarkt mit dem Brunnen. Den Hintergrund bildete die spätgotische Marktkirche St. Marien mit ihren vier Türmen. Um den rückseitig gelegenen Markt bilden renovierte gründerzeitliche Häuser und das Standbild des berühmtesten Sohnes der Stadt, des Komponisten Georg Friedrich Händel. Das Rathaus jedoch ist reiner Bauhausstil, erbaut 1928/29. Ein Abstecher führte zum Geburtshaus des Komponisten sowie zum Domplatz mit dem Dom und dem turmlosen Kirchenschiff von 1271. Entlang der Umfassungsmauer der Neuen Residenz erreichten wir wieder den Ausgangspunkt, Noch am Vormittag betraten wir das Landesmuseum für Vorgeschichte, wo die berühmte Nebra- Himmelsscheibe ausgestellt ist. Sie ist aus Bronze mit Goldeinlagen und die älteste und einzige Darstellung eines Sternbildes. Sie ist vor etwa 4000 Jahren gegossen und in der Nähe von Halle ausgegraben worden.  Als letzten Punkt des Tages gab es eine Führung durch die Franckesche Stiftung. Sie wurde im 17. Jahrhundert als evangelisches Waisenhaus gegründet. Ihre soziale und pädagogische Arbeit wird noch heute nach einem modernen Reglement durchgeführt. Von einer Aussichtsplattform auf dem Dach hat man einen weiten Rundblick über Halle.
Zum 4. Tag: Außenbesichtigung des Umweltbundesamtes. Äußerlich besticht dieser Neubau durch seine Farbtafeln an der Fassade, die nach Norden in kalten Farben und nach Süden in warmen Farben gehalten sind. Eine Glas überdachte Eingangshalle mündet in ein Atrium (bis dorthinein durften wir). Dieses ist mit Brücken, Verbindungsgängen und Pflanzen ausgestattet. Die Beleuchtung durch Tageslicht kommt durch eine Fensterfront auch den Büros zugute. Der Bau ist belüftet und mit Energieeinspareinrichtungen umweltfreundlich ausgestattet. Die Zuluft wird durch im Erdreich verlegte Rohre angesaugt und dadurch vorgekühlt, im Winter auch vorgewärmt.
Weiter ging es dann nach „Ferropolis“, der Stadt aus Eisen. Es handelt sich dabei um ein Freiluft- Industriemuseum, östlich von Dessau-Roßlau gelegen. Hier sind fünf Bagger des ehemaligen Braunkohletagebaus zu besichtigen. Zwischen 1955 und 1991 wurde Rohbraunkohle zur Stromerzeugung gefördert. Jetzt ist die Grube geflutet und heißt Gremminger See. Im Jahr 2000 wurde dort eine Arena für 25 000 Besucher eröffnet, umringt von den Fördergeräten. Auf einem Raupensäulenschwenkbagger wurde eine Aussichtsplattform (mit Fahrstuhl) eingerichtet, von der man einen guten Überblick über das Gelände hat. Weiter ging es dann zum Wörlitzer See zu einer Kahnfahrt im Gartenreich des Wörlitzer Parks bei strahlendem Sonnenschein.
Nun kam der Tag der Rückkehr. Zuerst aber wurde ein Abstecher zum Röhrig-Schacht, einer ehemaligen Kupfermine bei Sangerhausen, gemacht. Per Seilfahrt ging es auf 300 m Tiefe zur Grubenführung.  Erst nach der Wende wurde die Förderung aufgegeben. Über viele Generationen wurden in der Grube neben Kupfer verschiedenste seltene Metalle und jährlich etwa 30 kg Gold geschürft.
Spät am Abend haben alle Mitfahrer wieder ihre Heimstatt erreicht. Es war eine gelungene Veranstaltung und gut vorbereitet. Der Dank gilt dem Organisator Ingo Liebig. (Text: Axel Bringmann)

 

HILTI, Synonym für Schlagbohrmaschinen und mehr

Am 13. Juli 2022 wurde sie nach zweijähriger Verschiebung wegen Corona endlich Wirklichkeit, die Besichtigung bei der Firma HILTI AG in Liechtenstein. Auch das Wetter spielte mit, so hatten alle 44 Mitfahrenden die gute Aussicht auf die umliegende Bergkette genießen können. Wolf-Dieter Prüsse hat die Exkursion wieder bestens vorbereitet. Leider war unser Leiter, Dr. Thomas Oberländer wegen Quarantäne verhindert.
Pünktlich um 9.30 Uhr empfing uns Frau Christel Friedler in der Empfangshalle der Hauptverwaltung und sorgte für ein Gruppenfoto, denn im Werk bestand Fotografierverbot. Wortgewand stellte sie das Unternehmen vor. 1940 von den Brüdern Eugen und Martin Hilti gegründet, ist es auch heute noch im Familienbesitz. Das Produktionsprogramm hat sich in diesen Jahren gewaltig erweitert. Die traditionellen Schlagbohrmaschinen für den Handwerkergebrauch auf dem Bau werden auch heute noch weltweit mit großem Erfolg verkauft. Die Angebotspalette wurde aber stark erweitert und damit auch der Einsatzbereich. So wurde Hilti der Weltmarktführer auf dem Gebiert Befestigungs- und Abbautechnologie. Der Umsatz betrug 2021 6 Mrd. CHF, wobei 6,2 % des Umsatzes in F + E fließen. Den Umsatz erwirtschafteten 31 000 Mitarbeiter in 120 Ländern, diese stammen aus 133 Ländern, 27 % beträgt der Frauenanteil. Wird ein Produkt schadhaft, muss es in 3 Tagen repariert sein, anderenfalls erhält der Kunde keine Rechnung.
Zahlreiche dieser Produkte sind erklärungsbedürftig und so sind die Hälfte der Mitarbeiter auf Baustellen eingesetzt. Ihre Erfahrungen führen zu etwa 100 Patenten und 80 neuen Produkten pro Jahr.
Spannend war dann auch die fast zweistündige Führung durch die Produktionshatten. Dazu gab es zahlreiche Detailinformationen wie z.B. der Aufbau einer Diamanttrennscheibe mit mehreren Schichten aus Trägermaterial und Diamantpulverauflagen, eine Eigenentwicklung, die  längere Standzeiten garantiert.
Nach der Stärkung in der Kantine fand nachmittags eine wieder sehr interessante Führung durch das Jüdische Museum in Hohenems statt. Dieser Ort hatte eine starke jüdische Kolonie, aus der zahlreiche Unternehmensgründungen hervorgingen. Auch das Stadtbild wird durch etliche stattlichen Villen aus dem 18. Und 19. Jahrhundert geprägt. Nicht zu vergessen ein noch erhaltener jüdischer Friedhof und das heute anderweitig genutzte Gebäude der Synagoge. Es war von den Zerstörungen im 3.Reich verschont geblieben. Zum Abschluss stand ein Einkaufsbesuch der Destillerie Prinz in Hörbranz auf dem Programm. (Text und Foto: Axel Bringmann)

 

Frühjahr 2022

Der Seniorenkreis Friedrichshafen hat mit dem Beginn des Jahres 2022 seine Präsents Aktivitäten  unter Coronaauflagen wieder aufgenommen.
Im VfB-Heim in Friedrichshafen wurde am 15. Februar das Programm für 2022 vorgestellt und den ehrenamtlichen Helfern für Ihre Arbeit im Jahr 2021 gedankt.
Am 5. März war die Besichtigung der Restaurierung der MS Altenrhein in der Michelsen Werft in Seemoos. Das Holzboot wurde 1927 auf der Bodan-Werft in Kressbronn gebaut, ab 1928 von den Dornier-Werken als Schlepp- und Passagierboot für die legendäre DO X eingesetzt und wird jetzt grundlegend saniert.
Am 16. März bereisten wir die Stadt Leutkirch mit einem Besuch bei der Firma Rupert App. Das Familienunternehmen mit etwa 270 Mitarbeitern entstand vor 80 Jahren aus einer Schlosserei und hat sich auf die Herstellung hochwertiger Fassaden aus Metall und Glas erfolgreich im In- und Ausland behauptet. Repräsentative Beispiele sind das Bundeskanzleramt in Berlin oder der Henninger Turm in Frankfurt. Im Rahmen der Besichtigung wurde uns der gesamte Ablauf von der Planung über die Vorfertigung bis zur Kommissionierung durch die beiden Geschäftsführer vorgestellt.

Am 21. April war ein Kulturthema mit der Besichtigung der MB-Arena und des Schweinemuseums in Stuttgart angesagt.
Weil Firmen wie Liebherr bislang noch keine Besucher zulassen, musste das Programm angepasst werden. So geht die Reise am 18. Mai in den Raum Herbertingen mit einem Besuch in der Backfabrik Häusler dem Zisterzienserinnenkloster Heiligkreuztal und der Heuneburg als die keltische Akropolis.
Im Juni und Juli haben wir Zusagen von Hilti, Schaan und Stadler, Bussnang. Ende August ist eine Wochenausfahrt Richtung Dessau geplant.
Das Programm kann am besten über die Homepage vdi-sen-fn.de abgerufen werden. Man kann sich direkt über die Homepage oder auch gerne bei mir persönlich für die dort gezeigten Veranstaltungen anmelden.

Dr. Thomas Oberländer
Leiter Seniorenkreis Friedrichshafen
T. 0751 9587 2600; M. 015204220312
oberlaender(at)vdi-sen-fn.de